Eine solche Rocking-Kurve weist Bragg-Peaks auf, deren Lage die Gitterkonstanten identifiziert. Die Breite der Peaks gibt Aufschluß darüber, wie homogen das Gitter im Probenvolumen ist. Während die Position der Peaks sich einfach aus der Bragg-Bedingung errechnen läßt, ist die Untersuchung der Gründe für eine Verbreiterung ein Problem der dynamischen Streutheorie mit vielen Unbekannten.
Lage der Bragg-Peaks:
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Bei
handelt es sich um die Gitterkonstante senkrecht zur Kristalloberfläche, der Peak stammt von der Schar von Netzebenen mit Miller-Indizes
und
ist der Ein- und Ausfallswinkel. Eine weit verbreitete Röntgenquelle in der Strukturuntersuchung ist Cu
-Strahlung mit
nm.
Beim Durchfahren der Rocking-Kurve werden Bragg-Peaks nur dann detektiert, wenn eine Netzebenen-Normale die Winkelhalbierende in der Ebene zwischen Ein- und Ausfallsrichtung bildet. Ist dies nicht der Fall, weil die Netzebenen gegenüber dem Goniometerkopf verkippt sind, muß diese Verkippung zuerst ausgeglichen werden.
Im Falle des
mit
nomineller Verkippung von
zur Substratoberfläche wurde eine Laueapperatur benutzt, bei der über eine Photoplatte ein Schnitt durch das drei-dimensionale Beugungsbild des Kristalls aufgenommen wird. Der Röntgenstrahl trifft dazu durch ein Loch in der Photoplatte auf den Kristall, von wo er zurück auf den Film geworfen wird. Bei bekanntem Abstand zwischen Kristall und Film läßt sich der Verkippungswinkel des Beugungsbilds gegenüber dem Filmzentrum ausmessen.