Die MBE führte zur Entwicklung einer neuen Klasse von Halbleiterbauteilen, die auf Quantenstrukturen basieren:
Freie Ladungsträger sind dabei in 1 bis 3 Raum-Dimensionen (s. Tabelle 2.1) in Größenordnungen ihrer de Broglie-Wellenlängen
eingeschränkt.
Häufig wird auch einfach die Dimension vor den Begriff des Elektronengases gehängt, wenn von Quantenstrukturen die Rede ist, z.B. 2D-Elektronengas im Falle des Quantentrogs (Abb. 2.6). Entlang der Einschränkungen (engl.: confinement) bilden sich stehende Wellen aus, deren Energiezustände bei Verringerung der Größenordnung einer Struktur immer weiter aufspalten. Diese neuen Quantenzustände sind Grundlage der interessanten physikalischen Eigenschaften niedrig-dimensionaler Halbleiterstrukturen.
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Ein Beispiel aus dem täglichen Leben, das erst durch MBE-Züchtung möglich wurde: Die meisten kommerziellen Laserdioden (z.B. auf AlGaAs/GaAs Basis im roten Wellenlängenbereich wie sie in tragbaren CD-Spielern verwendet werden, s. Abb. 2.7), benutzen 2-dimensionale Elektronengase um Schwellspannung und Energieverbrauch zu senken (s. Appendix A.1). Bauteile auf Basis von Quantendrähten oder gar -punkten befinden sich dagegen allenfalls im frühen Prototypen-Stadium, da sie sich nicht einfach durch MBE-Schichtwachstum ergeben.
Als Weiterführung des Quantentrogs erlaubt MBE starke Einflußnahme auf die Bandlücke der gezüchteten Halbleiter (bandgap engineering), als Beispiel findet sich das sog. zone folding im Appendix A.2.2.
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